Online Umfrage 2009

Kommentare zum Schlagwort
"Fachliche Professionalisierung"


20 Jahre nach Studienabschluss ist man fachlich sehr weit von seinem damaligen Niveau entfernt, hat wegen der Fülle der didaktischen Anforderungen auch keine Chance, die Entwicklung der modernen Physik angemessen zu verfolgen. Permanente Weiterbildung ist hier sehr wichtig, z.B. auch durch Studiensemester oder mehrwöchige Hochschulpräsenzen, die sowohl verlernte Studieninhalte auffrischen können als auch neue Erkenntnisse der Physik vermitteln müssen. Die didaktische Vereinfachung moderner physikalischer Erkenntnisse kann nicht im Selbststudium neben der Arbeit an der Schule erfolgen. Dampfmaschinen und Fernsehröhren sind nicht unbedingt modern und spannend! Wie zeige ich aber den Riesenmagneto-Widerstandseffekt?
Verstärkte Zusammenarbeit mit Mitarbeiter der Unis ist wichtig, um auf dem Laufenden zu bleiben. Verbesserungen in der Arbeit im Fach Physik (Ausstattung, Kompatibilität der Geräte), Umgang mit Computergestützten Messplätzen, Entwickeln von eigenen Programmen zur Veranschaulichung von Sachverhalten.
Durch das neue KC für die Qualifikationsphase besteht sowohl fachlicher als auch did./meth. Fortbildungsbedarf inbesondere im Bereich der Quantenmechanik.
Ich würde gerne meine Experimentalfähigkeiten, vor allem in der Oberstufe, stärken: klassische Versuchsaufbauten von Leybold (z.B. CASSY!!!), Phywe usw. für die einzelnen Themenkomplexe selbst aufbauen, durchführen und auswerten (auch für Randgebiete).
Es wäre sehr hilfreich, wenn Fortbildungen für Seiten- und Quereinsteiger entwickelt würden, da diese Problemgruppe mit jeweils spezifischen Schwierigkeiten fachlicher, didaktischer und methodischer Art zu kämpfen hat. Die Themen werden auch für bereits etablierte KollegInnen interessant sein.
Ich habe ja meine Meinung im oberen Textfeld schon gesagt. Ich finde die Fachfortbildungen interessant, weil sie mir auch persönlich etwas bringen und den Horizont erweitern. Außerdem gibt´s da viele Synergien mit Chemie (2. Fach). Ich würde mir keinen rein theoretischen Vortrag wünschen, sondern Workshops, in denen es auch Materialien gibt, damit man das Wissen einfach auch mal schnell einsetzten kann, wenn´s passt.
Eine hervorragende Fortbildungsveranstaltung war die astrobux, weil sie eine Mischung aus Fachvorträgen von namhaften Wissenschaftlern und Workshops mit praktischen Unterrichtstipps war. Man wurde über den neuesten Stand der Wissenschaft informiert und konnte dann auch viel (einschließlich der Begeisterung) an Schüler weitervermitteln. Ein weiterer Glücksfall war der Workshop bei Desy am Rande der ILC-Konferenz, auf dem wir Lehrer den Umgang mit einem für Schulen geeigneten cosmic-ray-detector erlernt haben, den wir dann für unsere Schüler bei Desy ausleihen konnten. Auch die Vorträge von Metin Tolan sind positive, für den Unterricht nützliche Beispiele.
Ich präferiere Fortbildungen zu aktuellen, interdisziplinären Themen in unserer Gesellschaft, die mit Physik zu tun haben: Alternative Energien, Kernkraftwerke (Endlagerung), Mobilfunkstrahlung und biologische Risiken, Gentechnik: Ethisch vertretbar?, Nanotechnik: Ungefährlich für Mensch, Tier und Pflanze? u. Ä. Auch Fortbildungen über: Wie lernt der Mensch (am besten)? - Erkenntnisse der Neurobiologie und wie können diese im Physikunterricht Niederschlag finden?
In Wien konnte ich schon zweimal am GIFT-Workshop der EGU teilnehmen. http://gift.egu.eu/
- Ein internationaler wissenschaftlicher Kongress in Wien
- Für 60 Lehrer aus ganz Europa gibt es ein besonderes Programm
- Spitzenforscher und junge Nachwuchswissenschaftler halten Vorträge und Workshops speziell für Lehrer Das waren die besten beiden Fortbildungen.
Die mangelhaften Kenntnisse vieler Lehrer über die Eigenschaften technischer Komponenten verhindern die Nutzung vieler Möglichkeiten für die Ausgestaltung aller Formen experimentell orientierten Unterrichtes und fördern das mangelhafte Verständnis der Schüler für Systemfunktionen und Wertschöpfungen in ihrer technischen Umwelt.
Ich bin interessiert an Fortbildungsangeboten in moderner Physik und die Möglichkeiten, diese im Unterricht zu behandeln. Die Einfallslosigkeit und Redundanz des Fortbildungsangebotes des [...] langweilt mich und empfinde ich oft als verschenkte Zeit. (Anmerkung: Name durch fobinet-Redaktion gelöscht.)
Notwendig wären im Unterricht direkt verwendbare Materialien verschiedenster Art, um bei der Arbeitsbelastung Zeit in der Vorbereitung zu sparen. Natürlich sind auch Themen der neuesten Forschungen interessant, die den eigenen Horizont erweitern.
Interessant finde ich die Frage, wie man im Physikunterricht auch moderne Themen der Physik einbringen kann (Quantenphysik, Kosmologie, ...), ohne sich dabei auf popurärwissenschaftliches Niveau zu beschränken.