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Kommentare zum Schlagwort
"Rahmenbedingungen"


Ich unterrichte Physik 2 stündig am Wirtschaftsgymnasium. Die obengenannten Themen sind Highlights, die aber im Lehrplan nur wenig Zeit haben, oder gar nicht vorkommen. Ich vergebe diese Themen hauptsächlich als Referate. Das Wichtigste wäre, den Lehrplan um diese Themen zu ergänzen. Die großen Themen im Lehrplan sind Mechanik, Elektrizität, Schwingungen und Wellen. Fortbildungen zu den genannten Themen werden im Unterricht wenig ändern können, mangels Zeit.
Ich vermisse ein Fortbildungskonzept des Landes. Fortbildungen, die von Firmen an die Schulen herangetragen werden, verfolgen häufig nicht Ziele, die dem Unterricht dienlich sind.
Die Fortbildung zum Strahlenschutzbeauftragten wird üblicherweise von der Landesakademie Comburg angeboten. Seit geraumer Zeit gibt es jedoch keine Kurse mehr, trotz Bedarf! An unserer Schule gibt es zur Zeit keinen Strahlenschutzbeauftragten! Ich habe mich um eine Fortbildung bemüht, wurde aber vertröstet. Wer trägt nun das Risiko?
Vielleicht könnten Sponsoren für die Veranstaltungen gewonnen werden, die dafür im Kurzvortrag ihr ( technisch-naturwissenschaftliches ) Produkt auf der Fortbildungstagung vorstellen könnten. Mit dem Geld sollten Bahntickets der Teilnehmer zur Hälfte bezahlt werden.
Vielen Dank für Ihre Angebote!! Da unser Arbeitgeber nur sehr wenige sinnvolle Angebote organisiert, gibt es einen sehr großen Bedarf.Es ist sehr zu begrüßen, wenn wir Lehrerinnen und Lehrer sowohl theoretische Themen angeboten bekommen als auch Angebote an anderen Orten, die man mit Schulklassen nutzen kann. Ein sehr gutes Beispiel ist dafür schon das Naturkundemuseum in Berlin. Da unsere Aufgaben immer mehr und der finanzielle Rahmen immer kleiner werden, ist es oft schwer den Fachunterricht optimal vorzubereiten. Dazu gehört vor allen Dingen die Differenzierung. In der Kultusministerkonferenz wurde ein Vertrag zur Inklusion unterschrieben, das heißt, dass der nächste Schritt nach der Integration gegangen werden soll, aber die Integration ist ja personell noch gar nicht machbar. Außerdem werden didaktische Angebote immer wichtiger, denn die Ausbildung der neuen Kollegen ist in dem Bereich noch lange nicht am Bedarf orientiert. Das sollen nur einige Gedanken sein, um Sie zu ermutigen, uns auch weiterhin im Bereich Fortbildung zu unterstützen (auch wenn nicht alle Themen gleich gut angenommen werden). Vielen Dank!
Die Erarbeitung schulinterner Richtlinien, in meinem Fall speziell für G8 in NRW, wo noch kein brauchbares Schulbuch für die Mittelstufe zugelassen wurde bzw. die Richtlinien für die Oberstufe noch nicht festliegen, stellt ein Problem dar: für mich persönlich, schlussendlich aber auch für die Entwicklung des Physik-Unterrichts allgemein in unserem Bundesland. Da sollte die DPG mitmischen. Im Moment wird an den meisten Schulen Unterricht mit unpassenden Büchern gehalten. Das hat über die erhöhten Anforderungen an die Fachlehrer Folgen für die Unterrichtsqualität. Dem kann die DPG als Instanz für die Physik begegnen.
Ein Elend des Fortbildungsnotstands stellt die Arbeitsüberlastung eines normalen "Vollzeit"lehrers dar. In Hamburg führt das Arbeitszeitmodell dazu, dass Kollegen z.T. bis 32 Unterrichtsstunden in der Woche abzuliefern haben, vor dreißig Jahren durften es nicht mehr als 23 sein! Die früher an Schulen vorhandenen Laboranten für die Pflege der Sammlungen und zur Unterstützung des Experimentalunterrichts sind überwiegend gestrichen worden. Der neoliberale Wind der letzten Jahrzehnte mit öffentlichen Sparhaushalten sucht aus der Lehrerschaft Leistung abzupressen, die physisch/psychisch nicht dauerhaft möglich ist, daher bleiben die bestgemeinten Fortbildungsangebote wie ein Tropfen auf einem heißen Stein!
Es sollte vom Arbeitgeber Zeit für Fortbildungen eingeplant werden, diese Zeit sollte auch bezahlt werden.
Mir persönlich helfen Fortbildungen zwar weiter, das Grundproblem sehe ich jedoch in der ohnehin schon zu hohen zeitl. Belastung. Bei 27 h (volle Stelle in Hessen) ist weder Energie noch Zeit übrig, um sich an Fortbildungen zu beteiligen. Abgesehen davon, dass man wegen des hiesigen Punktesystems teilnehmen muss (in meiner Schule obendrein nur außerhalb der Unterrichtszeiten, was eine enorme Zusatzbelastung darstellt), werden diese Termine von vielen als notwendiges Übel empfunden. Ich selbst finde es schade, dass man sich notgedrungen aufwändige Vorbereitungen (z.B. Stationen in Physik) oftmals von seiner nächtlichen Schlafenszeit herausschneiden muss und das geht auf die Dauer nicht gut. Das Problem guten Unterrichts in Physik ist aus meiner Sicht eindeutig ein politisches Problem. Wie sollen, aufgrund einer viel zu hohen Unterrichtsstundenzahl, völlig gestresste Lehrer gewinnbringend an Fortbildungen teilnehmen und in den Ph-Stunden stets schöne Experimente vorführen??? Ich finde es schade, dass gerade die Bildungspolitik der letzten Jahre in den meisten Bundesländern sehr krontraproduktive Auswirkungen hatte. Positiv ist dagegen ein Engagement wie das Ihre, um die Qualität des Unterrichts generell zu verbessern, obgleich es ohne eine Änderung der Rahmenbedingungen einem Tropfen auf dem heißen Stein gleich kommt... Dennoch wünsche ich Ihnen viel Erfolg!
Die Veranstaltung des Berliner MNU-Kongresses ist gewiss eine löbliche Fortbildungsmöglichkeit. Allein die Verhältnisse, sie sind nicht so. Da an meiner Schule sowieso zu wenig Physiklehrer vorhanden sind, d.h. nicht einmal aller Pflichtunterricht regulär erteilt werden kann, scheidet der Besuch einer zweitägigen Veranstaltung wegen des zusätzlichen Unterrichtsausfalls aus. Das liegt nicht an der Schulleitung, sondern an der Situation selbst. Deshalb ist es unbedingt notwendig, - neben einem fachlichen Konzept für Fortbildungen, wie es hier erfragt wird - den Rahmen der Arbeitsbedingungen so zu gestalten (z.B. durch effektiv weniger Pflichtstunden und durch ausreichende Vertretungsreserven), dass man als Lehrer auch guten Gewissens an Fortbildungen teilnehmen kann.